Das Internetmagazin
Mittwoch, 07. Januar 2009

Die Simpsons - Der Film

von Markus, am 28. Juli 2007 um 13:11 Uhr

simpsons.jpgSämtliche Bewohner von Springfield beteiligen sich an der Säuberung ihres verschmutzten Sees, nur einer nicht - Homer Simpson. Trotz der Warnungen seiner Frau Marge entsorgt er dort sogar noch die Exkremente seines neuen Schweins. Die darauf folgende Umweltkatastrophe zwingt Russ Cargill, den Chef der Umweltbehörde, zu Maßnahmen. Er schließt Springfield unter einer riesigen Glaskuppel ein. Doch die Simpsons können durch ein Erdloch entkommen und beginnen in Alaska ein neues Leben. Dort erfahren sie, dass das alte Springfield in einen neuen Grand Canyon umgewandelt werden soll. Können Sie den Ort und seine Bewohner noch rechtzeitig retten? Und wollen sie das überhaupt?

Im Film geht es um Familie, Vertrauen, eine angegriffene Vater-Sohn-Beziehung, Beständigkeit, Abenteuer, den verantwortungslosen Umgang mit der Umwelt und um einen Homer Simpson, der sich und andere immer wieder in die größten Schlamassel bringt, nur um sich am Ende wieder zu besinnen, das Richtige zu tun und alle zu retten. Damit repräsentiert er insbesondere die amerikanische Lebensart und ihre oberflächliche Einstellung. Denn es ist fraglich, ob man die Umwelt - sobald diese erst einmal zerstört ist - “mal eben” wieder aufbauen kann. Darüber hinaus kritisiert der Film die Blindheit von Politikern, die Entscheidungen nur aufgrund von Empfehlungen treffen, ohne die wahren Hintergründe zu kennen.

Die Simpsons - Der Film ist gelbes Spaßkino für die ganze Familie, das traditionell in 2D gezeichnet wurde. Der nach 18 Jahren erste Kinofilm um die gelbe Familie entspricht in Handlung und Witz aber nur einer durchschnittlichen, dafür aber längeren Folge der ursprünglichen Serie. Leider reicht Anke Engelke als Synchronstimme von Marge Simpson nicht an ihre Vorgängerin heran. Den Kultstatus der Serie bestätigte nun auch eine Online-Umfrage der BBC. Dort wurde Homer Simpson zum “größten Amerikaner” überhaupt gewählt - und zwar weit vor Abraham Lincoln und Martin Luther King, Jr. Weitere Informationen zum Film sind auf seiner offiziellen Homepage zu finden. Dort kann man sich auch selbst - wie bereits berichtet - als Simpsons-Avatar in die gelbe Welt versetzen.

Death Proof - Todsicher

von Markus, am 21. Juli 2007 um 13:51 Uhr

deathproof.jpgMit seinem dunklen Muscle Car sucht Stuntman Mike (Kurt Russell) auf den Straßen von Texas nach jungen und hübschen Mädchen. In einer Bar trifft er auf Jungle Julia (Sydney Tamiia Poitier) und ihre Freundinnen (u.a. Vanessa Ferlito, Jordan Ladd, Rose McGowan). Doch als diese nach Hause aufbrechen, nutzt der Serienkiller sein “todsicheres” Auto, um ein Massaker anzurichten. Einige Monate später genießen Kim (Tracie Thoms), Lee (Mary Elizabeth Winstead), Zoe (Zoe Bell) und Abernathy (Rosario Dawson) ein paar drehfreie Tage. Mitten in einem riskanten Hochgeschwindigkeitsspiel auf der Motorhaube treffen sie auf den irren Mike. Doch die Damen durchschauen sein Spiel sehr schnell und machen nun selbst blutige Jagd auf den Killer.

Der Film handelt von Opfern und Tätern und gibt zu bedenken, dass man nur solange Opfer bleibt, wie man es selbst zulässt. Am Beispiel von vier Frauen zeigt er, wie leicht und unerwartet man Opfer werden kann. Ebenfalls mit Hilfe von vier Frauen beschreibt er aber auch eine mögliche Verwandlung von passiven Opfern zu aktiven Macherinnen. Daher kann man ihnen nicht übelnehmen, dass sie bei einer rasanten Verfolgungsjagd versuchen, dem Angreifer schnell davonzufahren, anstatt einfach zu bremsen und so ihre Freundin von der Motorhaube zu retten.

Death Proof ist alkoholisiertes Actionkino, das in das Format eines alten B-Movies gezwängt wurde. So passiert es schon mal, dass ein unangebrachter Filmschnitt die Handlung unterbricht oder der Film spontan seine Farbe verliert. Während die erste Hälfte erwartungskonform und sehr gesprächslastig bleibt, beginnt nach dem Straßenmassaker eine “Schlacht der Walküren” und damit der wesentlich spannendere Teil. Diverse Anspielungen auf weitere Tarantino-Filme wie z.B. “Kill Bill” machen den Film ebenfalls sehenswert. Tarantino selbst spielt als Barkeeper Warren mit, erhält aber eine (absichtlich?) scheußliche Synchronstimme. Für einen Gesamteindruck des Grindhouse-Projekts fehlt derzeit noch der Film Planet Terror von Robert Rodriguez sowie diverse gefakte Trailer und Werbungen. Weitere Informationen zu Death Proof sind auf seiner offiziellen Homepage zu finden, Informationen über die Musik gibts auf der Seite zum Soundtrack.

Harry Potter und der Orden des Phönix

von Markus, am 15. Juli 2007 um 14:17 Uhr

potter5.jpgZauberlehrling Harry Potter (Daniel Radcliffe) wird auf offener Straße von Dementoren angegriffen. Weil er sich in Gegenwart eines Menschen mit Zauberei verteidigt, will ihn das Ministerium für Magie von der Zauberschule Hogwarts verweisen. Der zuständige Minister Fudge (Robert Hardy) glaubt nämlich nicht, dass Voldemort (Ralph Fiennes) zurückgekehrt ist, sondern fürchtet eine Verschwörung von Schulleiter Dumbledore (Michael Gambon). Daher setzt er seine Vertraute Dolores Umbridge (Imelda Staunton) als neue Lehrerin in Hogwarts ein. Doch die dunkle Bedrohung bleibt und so freut es Harry, dass ihm zumindest Hermione (Emma Watson) und Ron (Rupert Grint) beistehen und sein Onkel Sirius (Gary Oldman) einen alten Geheimorden wiederbelebt.

Der Film behandelt Wahrheit und Vertrauen und die kläglichen Versuche der Erwachsenen, ihre Kinder zu beschützen, indem sie ihnen die zur eigenen Verteidigung notwendigen Informationen verschweigen. Dazu bedient er sich eines bürokratischen Gesellschaftsbildes. Denn wenn die Bürokratie sämtliche Bedrohungen ausschließt, gibt es keine Notwendigkeit mehr, diese zu bekämpfen oder gar zu kennen. Der Film deutet an, dass die Realität häufig anders aussieht als von der Bürokratie gewünscht und es somit immer Bedrohungen gibt, auf die man vorbereitet sein muss. Daher klagt er eine restriktive Informationspolitik an und greift als besonders kritische Elemente bürokratischen Verordnungswahn sowie einen von Verfolgungswahn getriebenen Machterhaltungswunsch heraus.

Harry Potter und der Orden des Phönix ist düsteres Fantasiekino, das sein großes Potential nicht nutzt. Zwar ist der fünfte Teil der Heptalogie handwerklich besser gearbeitet und spannender als die vorangehenden Teile, dafür fehlt ihm aber eine konsequente Handlung mit Tiefe. Besonders schade ist, dass er sein riesiges Aufgebot großartiger Darsteller nicht nutzt. Bestes Beispiel hierfür ist Emma Thompson, die zweifelsohne - neben Keaton, Streep, Close und Mirren - zu den größten Schauspielerinnen unserer Zeit gehört. War ihre Interpretation der Sybil Trelawney noch künstlerischer Höhepunkt von Teil 3, ist ihr Auftritt in diesem Teil zu mageren 30 Sekunden verkümmert. Gleiches gilt für Smith, Oldman, Fiennes und Bonham Carter. So bleibt für die folgenden Teile zu wünschen, dass sie handwerklich solide bleiben, aber ihr schauspielerisches Potential besser nutzen. Weitere Informationen sind auf der offiziellen Seite zum Film zu finden.

Die Simpsons und ich

von Markus, am 10. Juli 2007 um 19:50 Uhr

markus_avatar.jpgAuf der offiziellen Seite zum bald startenden Kinofilm der Simpsons - natürlich wie gewohnt in 2D - kann man einen eigenen Simpson-Avatar erstellen. Was liegt also näher, als sich selbst in die gelbe 2D-Welt zu projizieren? Das musste ich natürlich direkt ausprobieren und habe mich als Simpson-Charakter neu erschaffen. Das Ergebnis - also ich in meinem gelben Urzustand - kann man auf der linken Seite bewundern.

Und weil das Ganze so viel Spaß macht und gleichzeitig den Charakter eines Stöckchens hat, bewerfe ich Steffen, Martin und Richard damit. Die dürfen sich jetzt in ihren Blogs ebenfalls im natürlichen Simpson-Urzustand zeigen.

Ein gutes Omen

von Markus, am 4. Juli 2007 um 00:01 Uhr

omen.jpg

Engel Erziraphael und Dämon Crowley haben es sich seit einigen tausend Jahren auf der Erde gemütlich gemacht, während ihre Kollegen das letzte Gefecht vorbereiten. So steht dann nach Geburt des Antichristen der Weltuntergang bevor - und auch die vier Ritter der Apokalypse sind schon unterwegs. Doch dummerweise wurde der Antichrist unmittelbar nach seiner Geburt mit einem anderen Kind vertauscht. Und weil nur noch eine Ausgabe der freundlichen und zutreffenden Prophezeiungen von Agnes Spinner existiert, ist es sehr schwierig, ihn zu finden. Kann der drohende Weltuntergang also noch rechtzeitig gestoppt werden?

Das Buch thematisiert die Beeinflussung von Menschen durch mystische Wesen wie Engel oder Dämonen, die jeweils verschiedene Seiten repräsentieren und - obwohl sie von unterschiedlichen Gründen getrieben sind - doch gleiche Ziele verfolgen. Als Ursache nennt das Buch die “Unerfindlichkeit” und deutet darüber hinaus an, dass man gleich starke Gegenspieler benötigt, um ein erforderliches Gleichgewicht zu bewahren. In Anspielung an Nostradamus sind die Prophezeiungen der Agnes Spinner nur schwer interpretierbar, so dass sie erst im Anschluss an ihre Erfüllung als sinnvoll erscheinen.

Pratchett und Gaiman haben ein gleichzeitig spannendes und humorvolles Buch geschrieben, das sowohl für diverse Aha-Effekte sorgt, den Leser aber auch zum lauten Lachen anregt. Das gilt insbesondere für die erste Hälfte, während sich die Autoren danach leider zu sehr in belanglosen Details verfangen. Dennoch ist Ein gutes Omen angenehm zu lesen und als Reisebegleiter sehr zu empfehlen.

Stirb Langsam 4.0

von Markus, am 2. Juli 2007 um 20:41 Uhr

stirblangsam4.jpgPolizist John McClane (Bruce Willis) soll den jungen Hacker Matthew Farrell (Justin Long) zum Verhör durch das FBI bringen. Dieser - und sieben weitere Hacker - hatten unwissentlich dem Terroristen Thomas Gabriel (Timothy Olyphant) geholfen, in die wichtigsten Netzwerke der USA einzudringen. Gabriel nutzt seine neu gewonnene Kontrolle für einen “Fire Sale”, der nach und nach Regierung, Infrastruktur und Wirtschaft lahmlegt. Nur McClane und Farrell schätzen die Situation richtig ein und können Gabriel und sein Gefolge (u.a. Maggie Q und Jonathan Sadowski) bekämpfen. Als Gabriel dann McClanes Tochter (Mary Elizabeth Winstead) bedroht, wird die Sache persönlich und ein erbitterter Kampf beginnt.

Der Film thematisiert das Erwachsenwerden von Menschen und Institutionen. Als vernünftige Erwachsene führt er den Cop McClaine und die gesamten vereinigten Staaten ein. Die unvernünftigen Kinder werden hingegen durch McClaines Tochter Lucy und Hacker Warlock, aber auch durch junge US-Behörden wie das Heimatschutzministerium oder die Cyberdivison des FBI dargestellt. Der Film zeigt den Vorgang des Erwachsenwerdens am Beispiel von Farrell, der sich im Laufe der Handlung vom hypochondrischen Freak mit Verschwörungstheorien zum pragmatischen Actionhelden entwickelt. Darüber hinaus warnt der Film, dass wirkungsvoller Terror auch von innen kommen kann und erinnert uns daran, dass auch der internationale Terrorismus bislang noch in den Kinderschuhen steckt.

Stirb Langsam 4.0 ist schnelles und hochexplosives Actionkino mit aktuellem Hintergrund. Zwar ist der Film nicht immer logisch, wenn z.B. Autos explodieren oder Autobahnen kilometerweit wie Dominosteine in sich zusammenklappen - was der Action aber nicht schadet. Bruce Willis spielt den knallharten Profi wie gewohnt souverän, Justin Long ist - obwohl unrasiert - trotzdem sehenswert. Leider fehlen - im Vergleich zu den Vorgängern - richtig kauzige Verbrecher und die markanten McClane-Sprüche. Daher ist Stirb Langsam 4.0 der schwächste Teil der Tetralogie. Weitere Informationen bietet die offizielle Seite zum Film.