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Mittwoch, 07. Januar 2009

Wanted

von Markus, am 9. September 2008 um 22:55 Uhr

Bei einer Schießerei im Supermarkt erfährt der schüchterne Verwaltungsfachangestellte Wesley Allan Gibson (James McAvoy) von Fox (Angelina Jolie), dass sein Vater ein gefürchteter Auftragskiller war und von einem Mann namens Cross (Thomas Kretschmann) hinterrücks erschossen wurde. Sie bringt ihn zum Hauptquartier einer Bruderschaft von Killern, deren Chef Sloan (Morgan Freeman) ihn einlädt, in die Fußstapfen seines Vaters zu treten und dessen Tod zu rächen. Wes willigt ein und lässt sich von Fox zu einer Kampfmaschine ausbilden.

Auf der einen Seite thematisiert der Film das Dilemma zwischen Wahrheit, Glaubwürdigkeit und Gutgläubigkeit. Er gibt zu bedenken, dass Menschen gerne als wahr annehmen, was ihnen glaubwürdig erscheint - auch ohne die Motive Dritter kritisch zu hinterfragen. So behalten sie (scheinbar) die Kontrolle, auch wenn sie nur Marionetten in einem größeren Spiel sind. Der Film unterscheidet hier zwischen Wölfen und Schafen - wobei die Wölfe die Schafe kontrollieren. Auf der anderen Seite geht es um Zeichen und deren Interpretation. So nennt der Webstuhl des Schicksals zwar verschiedene Namen - aber nicht, was mit denen geschehen soll. Daher sind die Alternativen am Ende des Films (Auflösung oder Auslöschung) ebenfalls interpretierbar - bleiben aber im Ergebnis gleich, was mögliche Fehlinterpretationen verhindert. Schließlich warnt der Film vor der korrumpierenden Wirkung von Macht und der Versuchung, diese möglichst zum eigenen Vorteil einzusetzen.

Wanted ist unrealistisches Killerkino, bei dem die Kugeln anfangs noch durch spezielle Vorrichtungen um die Ecke schießen, später aber allein durch das Talent eines Schützen im Kreis fliegen. Obwohl mit Freeman, McAvoy und Jolie durchaus Darsteller von Format mitspielen, bleibt ihr Potential durch die dünne Handlung und flache Dialoge ungenutzt. Der Versuch, übersichtliche Situationen durch eine geschüttelte Kamera stressig und unübersichtlich zu gestalten, wirkt unglaubwürdig. Gleiches gilt für die optimale Verteilung der Horden von Explosiv-Ratten. Dennoch bleiben einige Wendungen innerhalb der Handlung unerwartet und erzeugen Spannung - erinnern aber irgendwie an Krieg der Sterne (”Luke…”). Weitere Informationen sind auf der offiziellen Seite zum Film zu finden.

Kategorie Schwach |

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