Borat

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Borat

Das Informationsministerium von Kasachstan schickt Fernsehreporter Borat Sagdiyev (Sacha Baron Cohen) und seinen kurz-korpulenten Produzenten Azamat Bagatov (Ken Davitian) in die US und A, damit sie von der dortigen Kultur lernen können. Das tun sie dann auch, und zwar ausgestattet mit Huhn und Bär auf einer Reise von der Ost- zur Westküste. Getrieben ist Borat dabei die ganze Zeit von der Idee, seine Traumfrau Pamela Anderson in Kalifornien zu ehelichen. Obwohl einiges gelingt, anderes wiederum scheitert, findet Borat am Ende sein Glück. Und so kann der Film beruhigt dort enden, wo er begann – nämlich in einem kleinen Dorf in Kasachstan.

Wie in einem typischen Road-Movie ist auch hier der Weg das Ziel. Sowohl Handlung als auch schauspielerische Leistung sind kaum vorhanden, was der Film aber durch den Charakter einer Dokumentation wieder ausgleicht. Auf satirische Weise spricht er brenzlige Themen wie Religion, Rassismus oder Radikalismus an - und schockiert durch die Reaktionen der beobachteten Beteiligten. So konnten zwar einige Südstaatler gerade noch akzeptieren, dass Borat seine Exkremente zu Tisch brachte - aber als eine Schwarze ihr Haus betrat, war der Spaß vorbei. Die Moral ist also die Moral - und die Frage, ob sie bei denen, die sich damit schmücken, überhaupt vorhanden ist.

Der Film lebt davon, dass viele Szenen nicht gespielt sondern dokumentiert wurden. Das verleiht ihm einerseits eine gewollt komische, andererseits aber auch durchaus erschreckende Seite. Und so muss man sich an manchen Stellen fragen, ob wirklich Kasachstan das Land ist, das von den USA lernen muss - oder ob es nicht besser umgekehrt sein sollte. Weitere Informationen sind auf der offiziellen Seite zum Film zu finden, die seinen Charakter passend repräsentiert.

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