Cecilia Bartoli

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Die derzeit angesagteste, bekannteste und auch erfolgreichste Opernsängerin ist Cecilia Bartoli. Die italienische Mezzosopranistin besitzt sowohl ein nahezu unerschöpfliches Klangspektrum als auch die Fähigkeit, eine Vielzahl unterschiedlicher Töne in einer unglaublichen Geschwindigkeit hintereinander weg zu singen. Doch neben ihrem technischen Geschick erscheint die Diva vor allem durch ihre musikalische Emotionalität und die große Freude, die sie beim Singen vermittelt, sympathisch.

Eines der wenigen Konzerte in Deutschland gab Frau Bartoli am letzten Donnerstag im (natürlich) komplett ausverkauften Bremer Konzerthaus Die Glocke. Dort präsentierte sie - unterstützt vom durchweg ausgezeichneten Kammerorchester Basel - ihr aktuelles Programm "La rivoluzione romantica" als Hommage an die frühe Opernsängerin Maria Malibran. Nach einem etwas schwächeren und eher klirrig klingenden Start konnte die Diva ihre Stimme bis zur ersten Pause zur gewohnten Größe steigern. Insbesondere in der zweiten Halbzeit zeigte sie ihr ganzes Können, indem sie in klanglichen und rhythmischen Wettstreit mit diversen Orchesterinstrumenten trat und diesen - sogar gegen eine Trommel - locker gewann. Selbstverständlich brauchte die Dame kein Mikrofon und keinen Verstärker, um den gesamten Konzertsaal auszufüllen oder das Orchester zu übertönen. Das Publikum würdigte schließlich ihren großartigen Auftritt mit stehenden Ovationen, für die sich die Diva mit einigen Zugaben bedankte.

Cecilia Bartoli ist die Antwort der Menschheit auf den Kanarienvogel - mit ihrer Hilfe zeigen wir den Piepmätzen, dass wir mindestens genauso gut trällern können. Beispiele für Stimme und Auftreten der sympathischen Sängerin finden sich in den Videos zu Agitata da due venti von Antonio Vivaldi oder Exsultate, jubilate "Alleluja" von Wolfgang Amadeus Mozart. Weitere Informationen zu Werk und Engagement der Diva bietet ihre offizielle Homepage.

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