Das Haus am See

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Das Haus am See

Ein Mann (Keanu Reeves) und eine Frau (Sandra Bullock) wohnen beide in dem selben Haus mit dem gleichen Hund – nur zu einer jeweils anderen Zeit. Aufgrund einer temporalen Anomalie, die sich im Briefkasten vor diesem Haus manifestiert, können die Beiden miteinander kommunizieren. Und so sorgt das Chronotonenungleichgewicht dafür, dass sie sich aufgrund ihres regen schriftlichen Austausches ineinander verlieben. Keine Internet- sondern eine Intertime-Beziehung entsteht.

Die Moral von der Geschichte ist die Wahl. Sie kann entweder den, den sie liebt, vor der Zukunft warnen und somit retten. Dabei riskiert sie aber, ihn niemals kennen zu lernen - denn sein Tod war der Grund für sie, das Haus am See aufzusuchen. Oder aber sie warnt ihn nicht, was sein Tod wäre - aber sie könnte ihn, den sie liebt, zumindest in diesem einen kurzen Moment im Arm halten. Was also tun? Der Film, bis dahin temporal logisch aufgebaut, antwortet mit der ersten Variante. Aber weil es sonst kein Happy End gäbe, setzt er dafür die temporale Logik außer Kraft. Anstatt einer schönen Tragödie wurde damit aus der Handlung ein temporal-cineastisches Trauerspiel.

Die schauspielerische Leistung der beiden Hauptdarsteller bleibt, wie bei der schwachen Handlung zu erwarten war, auf oberflächlichem Niveau. Obwohl der Film einige rührselige Stellen besitzt, werden diese durch das katastrophale Ende ad absurdum geführt. Dennoch bleibt eine interessante Frage offen: Wenn man wüsste, dass jemand einen Tag später stirbt, und man demjenigen das sagen könnte, würde man das dann tun? Vermutlich nicht. Und wenn, dann würde einem sowieso keiner glauben. Aber das wäre dann die Realität und nicht Hollywood. Weitere Informationen zum Film sind auf seiner offziellen Seite zu finden.

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