Das Parfum
Aus KulturWiki
| | Das Parfum |
Ohne Eigengeruch zwischen Fischköpfen zur Welt gekommen, sucht Supernase Jean-Baptiste Grenouille (Ben Whishaw) sein Leben lang den vollkommenen Duft. Er findet ihn in Form einer rothaarigen Frau, der er durch die dunklen Gassen von Paris folgt. Bei der gierigen und unkontrollierten Befriedigung seiner Geruchslust tötet er sie - aus Versehen - und stellt erschreckt fest, dass mit Erkalten der Leiche auch die Produktion des so sehr begehrten Duftes endet. Von diesem Ereignis geprägt will er im weiteren Verlauf der Geschichte solche Gerüche konservieren. Er lernt es und stellt ohne Rücksicht auf Verluste ein vollkommenes Parfum her, das in anderen Menschen eine ebenso große und unkontrollierbare Gier wecken kann.
Das Parfum thematisiert den schleichenden Übergang zwischen Liebe und Gier. Es stellt die zentrale Frage, ob man das, was man liebt, vernichten darf (oder das sogar muss), um es auf diese Weise zu erhalten. Oder ob es erst diese Gier ist, die vernichtet - nur um sich eine vage Erinnerung zu bewahren. Welchen Preis ist man bereit zu bezahlen - und ist dieser Preis nicht vielleicht zu hoch? Wo endet die Vernunft und wo beginnt die Liebe? Denn schaltet man seine Vernunft ab, läuft man durchaus Gefahr, anstatt von Liebe einer unkontrollierbaren Gier zu verfallen.
Der Film spiegelt den großen Roman von Patrick Süskind nur hinreichend gut wieder. Insgesamt ähnelt er eher seiner eigenen Darstellung von der Geburt des Hauptdarstellers. Während Letzterer - ganz Frosch (franz. grenouille) - den Bauch seiner Mutter mit einem lauten "plubsch" verlässt, kommt der Film mit seiner eigentlich erschreckenden Geschichte zum Teil ebenso unfreiwillig komisch daher. Dennoch ist er für eine deutsche Produktion besser als erwartet - was wohl auch daran lag, dass die deutschen Schauspieler auf eine Hintergrundbeteiligung beschränkt waren. Weitere Informationen liefert die offizielle Seite zum Film.

