Das Vermächtnis des geheimen Buches
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Durch die Herausgabe einer alten Tagebuchseite bringt Schwarzmarkthändler Mitch Wilkinson (Ed Harris) die Familie Gates mit dem Attentat auf Abraham Lincoln in Verbindung. Um die Unschuld ihrer Vorfahren zu beweisen, spüren Benjamin Franklin Gates (Nicolas Cage) und sein Vater Patrick (Jon Voight) mit Hilfe von Assistent Riley Poole (Justin Bartha) und Ex-Freundin Abigail Chase (Diane Kruger) den Hinweisen auf der Seite nach. Diese führen ihn u.a. zum Schreibtisch der Queen, der eine alte Holztafel birgt. Ihre Inschrift kann nur Gates Mutter Emily (Helen Mirren) übersetzen. Sie führt ihn zum geheimen Buch des US-Präsidenten (Bruce Greenwood), in dem sich ein weiterer Hinweis auf die goldene Stadt Cibola verbergen soll.
Der Film handelt vom guten Ruf der Familie, der einmal zerstört, auch über Generationen hinweg nicht wieder hergestellt werden kann. Hier spielt der Film mit zwei Varianten. Auf der einen Seite steht die Familie Gates, die trotz zerrütteter Familienverhältnisse zu einem höheren Ziel wieder zusammenfindet - nämlich um ihren historischen Ruf reinzuwaschen. Auf der anderen Seite beschreibt der Film die Familie Wilkinson - ausschließlich repräsentiert durch Mitch - und ihre/seine Sehnsucht, endlich auch Teil der Geschichte zu werden. Darüber hinaus spricht er generelle Probleme wie das Auseinanderleben von Familienmitgliedern oder Probleme in der Kommunikation an und hebt die Wichtigkeit des Erlebens gemeinsamer Abenteuer zur Stärkung des Zusammenhalts hervor.
Das Vermächtnis des geheimen Buches ist plakatives Abenteuerkino der unglaubwürdigen Art, dessen Handlung sich auf ein Ablaufen von Hinweisen bis hin zum Schatz beschränkt. Während sein Vorgänger - das Vermächtnis der Tempelritter - noch von der Vielzahl verschiedener Hinweise lebte, die zu immer weiteren Hinweisen führten, legt dieser Film seinen Schwerpunkt auf die Schwierigkeit ihrer Beschaffung. Weil den Charakteren diese Unmöglichkeit aber nahezu problemlos gelingt, wirkt der Film eher unglaubwürdig. Obwohl Ed Harris und vor allem Helen Mirren ihren Charakteren eine größere Glaubwürdigkeit verleihen, reicht der Film aufgrund seiner schwächeren Geschichte nicht an seinen Vorgänger heran. Das geheime Buch selbst enthält übrigens auf S. 47 wieder einige Hinweise, die auf eine erneute Fortsetzung schließen lassen. Weitere Informationen sind auf der offiziellen Homepage des Films zu finden.

