Der Fluch der goldenen Blume
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Am Vorabend des Chong Yang Festes - zu dem der kaiserliche Palast mit gelben Chrysanthemen geschmückt wird - kehrt Kaiser Ping (Chow Yun-Fat) mit seinem Sohn Jai (Jay Chou) von einer Schlacht zurück. Zuhause erwarten ihn - neben Kaiserin Phoenix (Gong Li), die von einer seltsamen Krankheit befallen alle zwei Stunden eine bittere Medizin trinken muss - auch der mit Liebesaffären beschäftigte Kronprinz Wan (Ye Liu) und der junge aber ehrgeizige Prinz Yu (Junjie Qin). Als die Kaiserin herausfindet, dass ihr Mann sie vergiften will, plant sie eine Rebellion. Pünktlich zum Chong Yang Fest will sie den alten Kaiser stürzen und ihrem Sohn Jai zum Herrscher machen. Doch die beiden anderen Prinzen kommen diesem Vorhaben auf die Spur und haben ganz eigene Pläne.
Der Film handelt von eingeschränkten Möglichkeiten innerhalb eines traditionell geprägten Umfelds und untersucht die Frage, welche Alternativen bleiben, wenn man offensichtlich umgebracht werden soll. Um den Umgang mit dieser Frage aus verschiedenen Perspektiven zu präsentieren, teilt der Film unterschiedliche Charaktereigenschaften jeweils auf verschiedene Charaktere auf. Hier sind u.a. Zielstrebigkeit, Leichtfertigkeit und unüberlegtes Handeln (Prinz Yu), Leidenschaft und politische Zurückhaltung (Prinz Wan), Tapferkeit und Heldenmut (Prinz Jai), Unterwerfung und Gehorsamkeit bis in den Tod (Kaiserin Phoenix) sowie Stärke und Überlegenheit (Kaiser Ping) zu finden. So hätte der Kaiser als alleiniger Herrscher zwar das Recht, seine Frau direkt hinrichten zu lassen. Doch er demonstriert Macht und Grausamkeit, indem er die Vergiftung fortsetzt. Die “goldene Blume” im Sinne einer gestickten Chrysantheme steht für den geplanten Widerstand - die Veränderung ihrer Farbe von gold nach rot für sein Scheitern.
Der Fluch der goldenen Blume ist farbenfrohes asiatisches Kino, das ohne komplexe Handlung, ohne schöne Kampfszenen und ohne schauspielerische Leistungen auskommen muss - mit Ausnahme von Gong Li, die in ihren Anfällen durchaus glaubwürdig wirkt. Besonders hervorzuheben sind die aufwändig erarbeiteten, farbenfrohen und mit viel Gold geschmückten Kostüme. Die Ordnung der Handlung wird insbesondere durch Symmetrie im Bühnenbild unterstrichen - wobei der Einsatz extrem vieler Statisten als Dienerschaft oder Soldaten auffällig ist. Weitere Informationen sind auf der offiziellen US-Website zum Film zu finden.

