Die Legende von Beowulf
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Weil das geräuschempfindliche Ungetüm Grendel (Crispin Glover) ständig die Trinkhalle von König Hrothgar (Anthony Hopkins) heimsucht und die lärmenden Trinker tötet, bieten der König und sein Berater Unferth (John Malkovich) demjenigen Gold und Ehre, der das Ungeheuer zur Strecke bringt. Schon naht der tolldreiste Held Beowulf (Ray Winstone), der das Ungetüm in eine Falle locken und erlegen kann. Das aber verärgert dessen Mutter (Angelina Jolie), einen Wasserdämon, die daraufhin Beowulfs Mannen bis auf Wiglaf (Brendan Gleeson) massakriert. Doch Beowulf lässt sich - anstatt sie zu töten - mit ihr ein. Als der alte König davon erfährt, stürzt er sich in den Tod - woraufhin Beowulf das Königreich und die Königin (Robin Wright Penn) erbt.
Der Film thematisiert Fehler, mit deren Konsequenzen man leben muss und deren Beseitigung man an die nächste Generation vererbt. Hier gibt er zu bedenken, dass es durchaus egoistisch ist, seine Probleme von anderen lösen zu lassen. Andererseits lernt man zwar aus seinen Fehlern - dennoch bleibt es schwierig, derartige Erfahrungen an folgende Generationen weiterzugeben. Auch wenn man es schafft, den angedeuteten Kreislauf in seiner steten Tradition zu durchbrechen und die eigenen Fehler selbst beseitigt - so wie es Beowulf am Ende versucht hat - garantiert dies nicht, dass niemand sonst alte Fehler wiederholt. Auf die heutige Zeit übertragen könnte man den Film daher als Kritik an politischen Themen wie z.B. Umweltzerstörung oder Atomkraft verstehen.
Die Legende von Beowulf ist ein historisches Heldenlied um menschliche Versäumnisse, dem es an Schärfe fehlt. Sowohl seine Geschichte als auch seine Charaktere gehen in übergroßer Undeutlichkeit unter. Die technisch fortschrittliche und dreidimensionale Darstellung, die dem Zuschauer das ermüdende Tragen einer 3D-Brille zumutet, erinnert an ein Computerspiel - täuscht aber nicht über die fehlende Handlung hinweg. Obwohl Die Legende von Beowulf über hochkarätige Darsteller wie Hopkins, Malkovich oder Jolie verfügt, gelingt es ihm nicht, deren Potential zu entfalten Der Film verspielt ihre darstellerische Größe, indem er die realen Darsteller auf virtuelle Vollanimationen überträgt. Weitere Informationen bietet die offizielle Homepage des Films.

