Ein Quantum Trost
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Beim Verhör von Mr. White (Jesper Christensen) kommt James Bond (Daniel Craig) der Organisation "Quantum" auf die Spur, die der Umweltaktivist Dominic Greene (Mathieu Amalric) nutzt, um die politischen Verhältnisse in instabilen Ländern zu ändern und Regierungen zu erpressen. Obwohl von M. (Judi Dench) wegen gewaltsamer Zwischenfälle suspendiert, gelangt Bond mit Hilfe seines Freundes Rene Mathis (Giancarlo Giannini) nach Bolivien, um dort die Einsetzung von General Medrano (Joaquín Cosio) aufzuhalten. Das allerdings gestaltet sich als schwierig, da neben den Amerikanern um CIA-Mann Felix Leiter (Jeffrey Wright) auch die britische Regierung beteiligt zu sein scheint. Zudem hat Bondgirl Camille (Olga Kurylenko) eine ganz andere Rechnung mit dem General zu begleichen.
Der Film thematisiert die wachsende Komplexität internationaler Verstrickungen, die im Rahmen einer zunehmenden Globalisierung unvermeidbar sind. Weil jeder Konflikt i.d.R. ganz unterschiedliche Auswirkungen auf verschiedene Nationen hat, sollte er nicht nur isoliert, sondern immer im internationalen Zusammenhang betrachtet werden. Hier gibt der Film zu bedenken, dass sich Regierungen auch deshalb an unangenehmen Konflikten beteiligen, um auf diese Weise größeren Einfluss zu gewinnen und dadurch die Richtung gemeinsamer Anstrengungen beeinflussen zu können. Eher indirekt kritisiert der Film einen schleichenden Qualitätsverlust durch zunehmende Kreativitätsmüdigkeit und Kopierbereitschaft der Gesellschaft, indem er sich bei Schlüsselszenen seiner Vorgängerfilme bedient und diese - offensichtlich unüberlegt - in die weitere Handlung einbaut.
Ein Quantum Trost ist actionreiches Agentenkino ohne tiefe Handlung, dem jedoch typische Bond-Elemente wie trockener britischer Humor oder technische Spielereien fehlen. Einer Vielzahl deutlich zu schneller Schnittfolgen wirken hektisch und sorgen für seekranke Zuschauer, anstatt (wie wohl geplant) die filmische Action zu verstärken. Obwohl es deutliche Anlehnungen an frühere Bond-Filme gibt - z.B. wurde ein Opfer komplett mit Öl überzogen - fühlt sich der Zuschauer zurecht auf den Arm genommen, da diese weder der Kauzigkeit oder Gedankenwelt des Gegenspielers entsprechen, noch an logischer Stelle in den Ablauf eingearbeitet sind. Einziges Highlight des Films scheint der Titelsong "Another Way To Die" von Alicia Keys und Jack White zu sein, der weniger durch künstlerische Größe auffällt, dafür aber den musikalischen Zeitgeist angemessen wiederspiegelt. Weitere Informationen bietet die offizielle Seite zum Film.

