Hellboy - Die goldene Armee
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Schon früh erzählte Trevor Bruttenholm (John Hurt) dem kleinen Hellboy (Ron Perlman) die Geschichte vom Krieg zwischen Menschen und Elfen, vom Bau der übermächtigen goldenen Armee und von der dreigeteilten Krone. Weil er das Elfenkönigreich vor dem Untergang bewahren will, versucht Prinz Nuada (Luke Goss) die Teile der Krone zu erlangen und so die Macht der goldenen Armee heraufzubeschwören. Können Hellboy und seine Kollegen Liz Sherman (Selma Blair) und Abe Sapien (Doug Jones) den Prinzen aufhalten, wo doch gerade Tom Manning (Jeffrey Tambor), der alte Chef der Spezialeinheit, durch den nebulösen Johann Krauss (James Dodd) ersetzt wurde? Und wie kann Nuala (Anna Walton), die Zwillingsschwester des Prinzen, dabei helfen?
Der Film thematisiert das Wesen des Alltags und nennt verschiedene Strategien, um aus einer sich einschleichenden Monotonie auszubrechen - sei es durch persönliche Weiterentwicklung (Hellboy), aktiven Einfluss auf die Umgebung (Nuada), Veränderung vertrauter Strukturen (Manning), eine weitere Ebene in der Beziehung (Liz/Hellboy), ein völlig neues Umfeld (Krauss) oder eine neue Liebe (Abe/Nuala). Auf einer übergeordneten Ebene bezieht der Film sich selbst ein, da er ebenso eine Möglichkeit ist, dem Alltag zu entfliehen. Darüber hinaus geht er auf das Verhältnis des Einzelnen gegenüber dem Gemeinwesen ein und fragt, wann man an sich und wann man an andere denken sollte. Hier spricht er den Konflikt an, sich entweder für den eigenen Vorteil oder das Gemeinwesen zu entscheiden. Hollywood antwortet mit der Einsicht, dass auch altruistische Entscheidungen persönliche Vorteile mit sich bringen können.
Hellboy - Die goldene Armee ist bildgewaltiges Fantasiekino, das diverse Konflikbereiche andeutet, dafür aber kaum Handlung bietet. Der Zuschauer erlebt handwerklich solide Spezialeffekte, die in ihrer Bildsprache an Pans Labyrinth erinnern - zudem tritt eine Vielzahl neuer Fantasiekreaturen auf. Verglichen mit dem ersten Teil ist die aktuelle Geschichte schwächer - verglichen mit Comicverfilmungen wie X-Men, bei denen die Effektwirkung wesentlich von der Glaubwürdigkeit der Charaktere abhängt, ist die darstellerische Leistung hier eher zu vernachlässigen. Insgesamt erinnert der Film an ein Bilderbuch - er ist schrill und bunt, man kann seine Bilder in ein Museum hängen - doch eine zugehörige Geschichte muss sich der Zuschauer selbst überlegen. Weitere Informationen sind auf der offiziellen Seite zum Film zu finden.

