Irina Palm
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Maggies (Marianne Faithful) kleiner Enkel Olly (Corey Burke) leidet an einer seltenen und fortschreitenden Krankheit. Als es ihm plötzlich schlechter geht, kann nur eine baldige Operation in Australien sein Leben retten. Leider können aber seine biestige Mutter Sarah (Siobhan Hewlett) und Maggies arbeitsloser Sohn Tom (Kevin Bishop) das notwendige Geld dafür nicht auftreiben. Daher überwindet Maggie ihre anfänglichen Bedenken und nimmt einen Job in einem Londoner Sexclub an. Dort entwickelt sie ihr einzigartiges Talent und erhält von Clubbesitzer Miki (Miki Manojlovic) den Künstlernamen "Irina Palm". So erhält sie das benötigte Geld - bis plötzlich Maggies Sohn und ihre konservativen Freundinnen von diesem unanständigen Geheimnis erfahren.
Der Film handelt vom freien Willen und richtigen Entscheidungen - und stellt dabei die Frage nach der Reife. Würde ich etwas tun, was ich unter normalen Umständen niemals machen würde, um jemanden zu retten, den ich über alles liebe? Würde ich dafür Freunde, Familie und den geliebten Menschen aufgeben können? Diese schwierige und schmerzhafte Entscheidung kann nur durch individuelle Reife entschieden werden. Denn nur wer erwachsen genug ist, kann für sich den moralisch verwerflichen Weg wählen, während weniger erwachsene Gemüter eher die eigene Scheinmoral bewahren wollen. Der Film deutet diese beiden Positionen an - antwortet dann aber mit einem Happy End.
Irina Palm ist graues Vorstadtkino, das von einer roten Lampe angestrahlt wird. Diese rote Lampe ist Marianne Faithful, die vor allem durch ihre steif-konservative Darstellung der Maggie glänzt. Dennoch fehlt dem Film eine tiefere Handlung und damit der Vergleich zu alternativen Entscheidungsverläufen. Irina Palm gibt am Ende auf und beendet ihr Schweigen. Doch weil der dadurch verursachte Schockeffekt bei den konservativen Figuren vorhersehbar ist, ist er auch nur wenig humorvoll. Weitere Informationen bietet die offizielle Homepage zum Film.

