Jumper

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Jumper

Als er durch die Eisschicht eines zugefrorenen Sees bricht, stellt David Rice (erst Max Thieriot, später Hayden Christensen) fest, dass er sich an beliebige bekannte Orte teleportieren kann. Er nutzt diese Fähigkeit, um ein neues Leben in New York zu beginnen - weit weg von seinem Vater (Michael Rooker) und seiner Freundin Millie (Rachel Bilson). Weil er jeden Ort erreichen kann - auch das Innere von Banktresoren - gibt es "Paladine" wie Roland (Samuel L. Jackson), die ihn und seinesgleichen stoppen wollen. Und so befindet sich David plötzlich im Krieg zwischen "Jumpern" und Paladinen, findet einen Verbündeten in Griffin (Jamie Bell) und erhält überraschend die Unterstützung seiner Mutter (Diane Lane), die ihn vor vielen Jahren verlassen hatte.

Der Film thematisiert den verschiedenartigen Umgang mit Problemen. Auf der einen Seite nennt er deren aktive Abarbeitung - unabhängig davon, ob solche Probleme vorgesetzt wurden (Griffin) oder selbstgemacht sind (Roland). Im zweiten Fall vergleicht der Film die Paladine mit religiösen Fundamentalisten und deren Idee, aufgrund rassistischer Motive vage religiöse Begründungen als Ersatz eines eigenen Gewissens oder einer eigenen Moral einzusetzen. Auf der anderen Seite spricht der Film aber auch das Weglaufen vor Problemen an (Rice) und symbolisiert mit dem "Sprung" das Fluchtverhalten des Protagonisten. Die Frage nach dem Zielort beantwortet Hollywood klassisch: denn wohin teleportiert man sich, wenn man jeden beliebigen Ort erreichen kann? Nach Hause.

Jumper ist handlungsarmes Fluchtkino mit schnellen Szenenwechseln, das trotz verschiedener Schauplätze langweilig bleibt. Angekündigt als Reise durch Zeit und Raum - als Analogie zu einem Hiro Nakamura (Heroes) - enttäuscht der Film nicht nur durch Wegfall der zeitlichen Komponente, sondern auch durch die geringe Zahl uninteressanter Sprungziele. Unfreiwillig komisch wirkt die Idee der Filmemacher, die fast gleichaltrigen Darsteller Thieriot und Christensen als Verkörperung verschiedener Altersklassen ihres Hauptcharakters einzusetzen. So bleibt die Frage offen, ob Jumper tatsächlich ein Ernst gemeinter Film sein sollte, oder ob er nur aufgrund des Streiks der Drehbuchautoren so schwach war. Weitere Informationen bietet die offizielle Homepage des Films.

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