Marie Antoinette

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Marie Antoinette

Die junge Marie-Antoinette (Kirsten Dunst) wird von ihrer Mutter, der österreichischen Erzherzogin Maria Theresia (Marianne Faithful), mit dem französischen Dauphin Louis XVI (Jason Schwartzman) verheiratet. Dazu wird sie nach Versailles überstellt, wo sie ihr Leben in entzückender Langeweile fristen muss. Es folgen Parties, Bälle und Affären, bis das Volk durch die französische Revolution dieses Spiel beendet.

Der Film spielt mit Freiheit, die eigentlich nicht existiert, und mit Rollen, die wir erfüllen müssen. Kann es etwas Schlimmeres geben, als zu einem langweiligen Leben gezwungen zu sein? Ja, nämlich diese Langeweile freiwillig zu wählen.

Dieser Film ist eines der cineastischen Experimente von Sofia Coppola. Sie bezieht den Zuschauer ein, indem sie ihn an der Langeweile der Protagonistin teilhaben lässt. Das zeigt sich schon zu Beginn, bei der Fahrt von Österreich nach Frankreich, die sich - praktisch ohne weitere Handlung - über einige lange Minuten erstreckt. Wenn im Hintergrund von Aaron Carter "I want candy" ertönt, hilft auch die historisch-verschnörkelte Kulisse nicht mehr. Spätestens dann merkt der Zuschauer, dass er auf den Arm genommen werden soll. Deshalb kommt es nach den nahezu unerträglichen 123min fast einer Erlösung gleich, wenn endlich das erwartete Ende eintritt. Doch auch in diesem Fall bleibt der Film konsequent und handlungsschwach, indem er seinem wütenden Zuschauer diese finale Genugtuung vorenthält. Coppola wollte ausprobieren, was sie ihren Zuschauern zumuten kann - und hat einen langatmigen Flop geschaffen, auf den man gut verzichten kann. Weitere Informationen bietet die offizielle Seite zum Film.

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