Mein Führer – die wirklich wahrste Wahrheit über Adolf Hitler

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Mein Führer – die wirklich wahrste Wahrheit über Adolf Hitler

Am 01.01.1945 soll Adolf Hitler (Helge Schneider) eine flammende Neujahrsrede in Berlin halten. Der lange Krieg hat ihn jedoch demotiviert, daher stellt ihm Joseph Göbbels (Sylvester Groth) den Juden Adolf Grünbaum (Ulrich Mühe) als Schauspiellehrer zur Seite. In einem 5-tägigen Intensivtraining bereitet ihn dieser schließlich auf seine Rede vor.

Der Film will Komödie sein, versucht aber ohne Handlung auszukommen. In seinem Zentrum steht die Moral der Nazis. Um ihr Fehlen hervorzuheben, verzichtet der Film ebenfalls auf eine Moral. Einzig die "Gelegenheit" spricht er als mögliche Idee an. Hätte man Hitler getötet, wenn man die Gelegenheit dazu gehabt hätte? Oder müsste man nicht viel eher schmerzvoll einsehen, dass diese Tat zwar das eigene Gewissen kurz entlastet, aber niemals die wahnwitzige Nazimaschinerie gestoppt hätte?

Leider setzt Mein Führer die lange Tradition schlechter deutscher Filme fort. Er ist Komödie, aber nicht lustig. Er versucht sich an Vergangenheitsbewältigung, indem er damals führende Charaktere lächerlich macht - bleibt dabei aber zu oberflächlich. Handlung und Darsteller sind schwach. Und immer wenn Göbbels spricht, fühlt sich der Zuschauer unweigerlich an Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt erinnert. Weitere Informationen bietet die offizielle Seite zum Film.

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