No Country for Old Men

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No Country For Old Men

Beim Durchstreifen des Grenzgebiets zwischen Mexiko und den USA entdeckt Spurensucher Llewelyn Moss (Josh Brolin) die blutigen Überreste eines Kampfes zweier Drogenbanden. Auf der Suche nach Überlebenden findet er eine Tasche mit zwei Millionen US-Dollar, die er mit zu seiner Frau Carla Jean (Kelly Macdonald) nach Hause nimmt. Doch die Hintermänner der Beteiligten sind ebenfalls hinter dem Geld her und so jagen neben einer Gruppe schießwütiger Mexikaner auch der irre Killer Anton Chigurh (Javier Bardem) und sein Konkurrent Carson Wells (Woody Harrelson) hinter Moss und der Tasche her. Einzig Sheriff Ed Tom Bell (Tommy Lee Jones) erkennt den Schlamassel, in den sich Moss gebracht hat, und versucht ihm zu helfen.

Auf der einen Seite thematisiert der Film die steigende Gewalt in der Gesellschaft und gibt zu bedenken, dass kein Gesetz oder Gesetzeshüter diese Entwicklung aufhalten kann. Auf der anderen Seite spricht er die Belanglosigkeit des Lebens an, das bei jedem Menschen unabhängig von der persönlichen Lebensgestaltung (gut oder böse, angestellt oder freiberuflich, einheimisch oder zugereist) immer gleich endet. Damit spielt es keine Rolle, ob am Ende die Guten oder die Bösen gewinnen - was der Film als ultimative Gerechtigkeit hervorhebt. Jeder der drei Hauptcharaktere erkennt diese Sinnlosigkeit und versucht auf seine Weise damit umzugehen, nämlich ohnmächtig resignierend (Lee Jones), an seinen eigenen Vorteil denkend egoistisch (Brolin) oder gnadenhaft opportunistisch (Bardem). Darüber hinaus deutet der Film an, dass jedes Leben von unvorhersehbaren Schicksalsschlägen (z.B. in Form von Fünden oder Autounfällen) heimgesucht wird. Konsequent endet der Film unerwartet - wie das Schicksal - in einer vom Zuschauer noch als offen empfundenen Handlung. Hier gleicht er dem Leben, das auch immer abrupt endet, weil man damit nie komplett abgeschlossen hat.

No Country for Old Men ist spannendes Verfolgungskino, das seine tragische Handlung auf unkonventionelle Weise mit schwarzem Humor vermischt. Das Leitthema "Herdenvieh" zieht sich durch den gesamten Film - und zeigt sich nicht zuletzt in den unkonventionellen Tötungsmethoden des irren Killers. Weil diese an professionelles Schlachterhandwerk erinnern, heben sie nur nochmal den Herdentrieb-Charakter menschlichen Verhaltens hervor. Der handwerklich solide gearbeitete Film zeichnet sich weiterhin durch eine gradlinige Handlung aus, die vor allem am Ende durch Zeitsprünge verdichtet wird. Dazu kommt ein grandioser Tommy Lee Jones, dessen Charakter glaubwürdig die Sinnlosigkeit seines Lebens erkennt und sich dennoch hindurchquält - auch in der Gewissheit, nichts daran ändern zu können. Die Academy hat No Country for Old Men mit vier Oscars ausgezeichnet. Weitere Informationen bietet die offizielle Seite zum Film.

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