Pathfinder - Fährte des Kriegers
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Eine Indianerin (Michelle Thrush) findet auf ihrem Weg durch den Wald an der amerikanischen Küste das Wrack eines angespülten Wikingerschiffs und entdeckt darin einen kleinen Jungen. Sie nimmt ihn mit in ihre Siedlung, nennt ihn wegen seiner hellen Hautfarbe “Ghost” und zieht ihn auf. Einige Jahre später landen erneut Wikingerschiffe an der Küste. Mit geschmiedeten Waffen fallen die Wikinger über die Ureinwohner her und metzeln sie nieder. Als der inzwischen erwachsene Ghost (Karl Urban) erlebt, wie seine Familie umgebracht wird, flieht er ins Nachbardorf. Dort verbündet er sich mit Pathfinder (Russell Means) und seiner Tochter Starfire (Moon Bloodgood), um mit ihnen die Wikinger aufzuhalten.
Der Film thematisiert die Gerechtigkeit im Kampf verschiedenartiger Kulturen. Dabei stehen die friedlichen Indianer barbarischen Wikingern gegenüber, die mit fortschrittlichen Waffen und Rüstungen nahezu unbesiegbar erscheinen. Hier fragt der Film, ob eine stärkere Gesellschaft eine Schwächere verdrängen oder sogar ausrotten darf, nur weil sie es kann. Im Speziellen geht es aber auch um die Stellung eines Einzelnen innerhalb einer Gemeinschaft. Der Film deutet dabei den Wiederspruch zwischen dem Streben nach Anerkennung und ihrer Notwendigkeit an. Denn sind erst einmal persönliche Ziele gefunden und festgelegt, bleiben diese auch unabhängig von gesellschaftlicher Akzeptanz bestehen.
Pathfinder ist handlungsarmes Kino, das die fehlende Handlung durch lange Kampfszenen ausgleichen will. Prophezeiungen werden angesprochen, aber nicht ausgeführt. Darüber hinaus ist der Film an vielen Stellen unlogisch. So spricht z.B. Ghost die Sprache der Wikinger - obwohl er seit vielen Jahren bei den Indianern lebt. Er ist bei einem friedlichen Volk aufgewachsen, beherrscht aber dennoch den Schwertkampf besser als Wikingerkrieger, die ihn ununterbrochen praktizieren. Trotzdem akzeptiert ihn sein eigenes Indianervolk nicht als vollen Krieger, weil er sich bisher nicht bewiesen hat. Einziger Lichtblick des Films ist sein Spiel mit verschiedenen Bildebenen. Der neuartige Einsatz von Vorder- und Hintergrund sowie dazu passend eingesetzte Farben machen ihn künstlerisch solide, können aber nicht über die schwache und unlogische Handlung hinwegtäuschen. Weitere Informationen liefert die offizielle Seite des Films.

