Saw III
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Obwohl Massenmörder Jigsaw (Tobin Bell) mittlerweile im Sterben liegt, hat er von seinem "Prüfungseifer" nichts verloren. Seine Assistentin Amanda (Shawnee Smith) entführt daher die Ärztin Lynn (Bahar Soomekh), die sein Überleben für einen letzten Test sicherstellen soll. Zur gleichen Zeit erwacht der von Rache getriebene Jeff (Angus Macfadyen) in Jigsaws Labyrinth, wo er sich in einem Geflecht aus Gefühlen, schuldigen Menschen und tödlichen Foltermaschinen zwischen Vergebung und Vergeltung entscheiden muss.
Wie gehabt nutzt der Film für die Bewährungsproben aus Regeln und gestellten Situationen die Ungeduld und den Überlebenswillen seiner Akteure. Während die vorangehenden Teile Opferbereitschaft (Saw I) und Selbstaufgabe (Saw II) von den Prüflingen verlangten, bedient sich Saw III der Transitivität. Ein Test ist immer auch Teil eines Tests, der wieder Teil eines weiteren Tests ist - wobei das Schicksal der Darsteller auf verzwickte Weise verknüpft ist. Dieser Film stellt die intelligente Frage, ob man sich selbst opfern würde, um andere zu retten - auch wenn man sich an denen eigentlich rächen will. Hollywood macht dieses Wunder möglich - nur um dann in einem verwickelten Spiel zu zeigen, dass blinde Wut und Gedankenlosigkeit im nächsten Moment alles wieder zerstören können.
Saw III ist - wie zu erwarten war - ein brutaler, blutiger und übertrieben fleischiger Film. Er zwingt seine Zuschauer, den jeweiligen Schmerz mitzufühlen - egal ob es sich um Opfer oder Täter handelt. In seiner Fortsetzung ist der Film jedoch nicht konsequent. Denn spätestens seit dem Milgram-Experiment ist bekannt, dass ein transitives Gewissen nicht existiert. Menschen haben gerade im indirekten Fall deutlich weniger Hemmungen, anderen zu schaden. Daher sind die dargestellten Verhaltensweisen nicht zwingend realitätsnah und plausibel, sondern - vor allem am Ende - durchaus paradox. Weitere Informationen bietet die offizielle Seite zum Film. Eine Fortsetzung in "Saw IV" ist bereits für Oktober 2007 angekündigt.

