Stellas Versuchung
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Psychiater Max Raphael (Hugh Bonneville) wird zum stellvertretenden Leiter einer Nervenheilanstalt befördert. Um dort arbeiten zu können, zieht er mit seiner Frau Stella (Natasha Richardson) und Sohn Charlie (Gus Lewis) auf das zugehörige Gelände. Dort trifft Stella immer wieder auf Edgar Stark (Marton Csokas), einen Bildhauer, der für den abscheulichen Mord an seiner Ehefrau einsitzt. Gelangweilt vom bisherigen Leben beginnt sie mit ihm eine Affäre. Doch als Edgar plötzlich aus der Anstalt flieht und der ehrgeizige Peter Cleave (Ian McKellen) - der eigentlich die Stelle von Max wollte - von der Affäre erfährt, überschlagen sich die Ereignisse.
Der Film handelt von Kontrolle und Besessenheit, in deren Mittelpunkt sich Stella befindet. Die drei Männer stehen dabei für "Stillstand", "Ehrgeiz" und "Leidenschaft", denen als negative Elemente jeweils Apathie, Rücksichtslosigkeit und Eifersucht zugeordnet wurden. Für ihren Gatten Max soll Stella die Rolle der pflichterfüllenden Ehefrau und Mutter erfüllen. Der feurige Edgar steht für Leidenschaft sowie eskalierende Gewalt. Schließlich benutzt sie der ehrgeizige Peter als Zeichen des Siegs über seine Konkurrenten. Die zentrale Botschaft des Films ist, dass man einen ausgeglichenen Geisteszustand nur mit Liebe erreichen kann – die im Film wiederum durch Charlie repräsentiert wird.
Stellas Versuchung ist ein schmerzhafter Film, der die unverständliche Ohnmacht zeigt, wenn gefühlte Belanglosigkeit übergroß wird. Dazu spielt er mit Ängsten und Wünschen seiner Charaktere, deren Extreme allesamt krankhafte Eigenschaften besitzen. Ironie des Schicksals, dass sich fast die ganze Handlung innerhalb einer psychiatrischen Klinik abspielt. McKellen spielt den Manipulator souverän, Bonneville und Csokas ihre Rollen glaubwürdig - sowohl bewegungslos als auch feurig - und Richardson drückt mit ihrer Darstellung eine fast befremdliche Antriebslosigkeit aus. Weitere Informationen bietet die offizielle Homepage.

