The Dark Knight

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The Dark Knight

Nach dem Erscheinen von Batman alias Bruce Wayne (Christian Bale) ist Gotham zwar sicherer geworden, doch mit dem Joker (Heath Ledger) ist gerade ein skuril-genialer Verbrecher aufgetreten. Zudem ist das organisierte Verbrechen nicht zu stoppen. In einer gemeinsamen Aktion versuchen Polizist Gordon (Gary Oldman) und Staatsanwalt Dent (Aaron Eckhart) Mafia-Gelder einzufrieren. Doch aufgrund undichter Stellen kann die Mafia ihr Geld verstecken. Mit neuer Ausrüstung von Lucius Fox (Morgan Freeman) und Unterstützung von Butler Alfred (Michael Caine) gelingt es Batman, den Verantwortlichen zu stellen, was der Mafia einen schweren Schlag versetzt. Da bietet der Joker seine Hilfe bei der Beseitigung von Batman an...

Der Film handelt vom Dilemma der richtigen Entscheidung - und zwar direkt und indirekt. Auf der einen Seite spricht er Schwierigkeiten einer Entscheidung für sich selbst an: Rettet man z.B. eher seine große Liebe oder einen großen Helden? Ist man auch verantwortlich, wenn durch Nichteinmischung Menschen sterben? Der Film geht hier aber noch bis zum Gefangenendilemma weiter und fragt, ob man sich und seine Gruppe retten würde, wenn man dafür eine andere Gruppe opfern müsste. Und würde es die Entscheidung beeinflussen, wenn es sich bei der anderen Gruppe um Verbrecher handelte? Und/oder wenn diese die gleiche Entscheidung zur selben Zeit treffen sollen? Hollywood antwortet übermäßig sozial, lässt allerdings Zweifel daran aufkommen, ob die Realität ebenso rosig aussehen würde. Auf der anderen Seite thematisiert der Film Entscheidungen, die man für andere und zum Wohl der Allgemeinheit treffen muss. Hier deutet er die Illusion von Heldentum an und damit die Idee, dass eine Gesellschaft zum Schutz ihrer Ordnung Helden braucht und evtl. mit der Wahrheit über diese Helden nicht umgehen kann. Darüber hinaus thematisiert der Film die Kraft des Augenblicks - repräsentiert durch den Joker - und stellt diese einer kontrollierenden Ordnung - dargestellt durch Polizei, Mafia und Batman - gegenüber. Er identifiziert den dabei notwendigerweise zugrunde liegenden Plan als Schwäche, weil dieser - einmal durchschaut - eben auch gegen die Ordnung eingesetzt werden kann.

The Dark Knight ist dunkles Fantasiekino, das seine große Spannung u.a. aus dem Interesse der Zuschauer am nächsten Zug des Jokers bezieht. Der Zuschauer identifiziert sich mit dem Joker, weil dieser immer etwas Unerwartetes macht und weil gerade das bei ihm klappt. Pläne können schon durch kleine Fehler scheitern, was dem anarchistischen Moment große Überlegenheit und damit dem Joker seine Genialität verleiht. Heath Ledger ist die perfekte Besetzung für diese Rolle - vergleichbar mit Geoffrey Rush als Captain Barbossa - weil ihm überragende Bildschirmpräsenz und große Glaubwürdigkeit gelingen. Verglichen mit früheren (knallbunten Kinder-) Batman-Filmen ist die Reihe bereits mit Batman Begins - bezogen auf Handlung, Darstellung und Inszenierung - erwachsen geworden. Eine trickreichere Geschichte, skurillere Charaktere und deren darstellerische Leistung lassen The Dark Knight die Qualität seines Vorgängers noch übertreffen. Dennoch gilt auch für diesen Film, dass man ein Schiff, das sich in Sichtweite eines Ufers befindet, auch verlassen kann. Weitere Informationen sind auf der offiziellen Seite zum Film zu finden.

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