There Will Be Blood

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There Will Be Blood

Beim Schürfen in seiner Silbermine stößt Daniel Plainview (Daniel Day-Lewis) auf Öl. Bei einem tragischen Förderunfall stirbt einer seiner Freunde und hinterlässt Sohn H. W. (Dillon Freasier). Plainview nimmt das Kind auf und erzieht es wie einen eigenen Sohn. Nach ein paar Jahren ist aus Plainview ein Ölmann geworden. Mit Hilfe des Jungen gelingt es ihm, naive Farmer um wertvolles Ölland zu betrügen - so auch die Familie Sunday. Doch Prediger Eli Sunday (Paul Dano) gibt nicht auf und versucht, mehr Religiosität in Plainviews Werk zu bringen. Dann geschieht ein weiterer Unfall mit H. W. - und gleichzeitig steht Daniels unehelicher Bruder Henry Brands (Kevin J. O'Connor) vor der Tür. Doch der getriebene und immer kaltblütigere Plainview hält an seinen Plänen fest und opfert für seinen Erfolg sowohl Familienmitglieder als auch religiöse Überzeugungen.

Der Film charakterisiert in leisen Tönen die verschiedenen Formen von Gewalt, sowohl direkt als auch indirekt, aktiv und passiv, gegen sich selbst und gegen andere. Dazu bedient er sich zweier entgegengesetzter Vorstellungen vom Sinn im Leben. Auf der einen Seite steht das Verfolgen elementarer Instinkte und Triebe, z.B. in Form von Gier (Plainview), deren Erfolgszwang selbstzerstörerisch sein kann. Auf der anderen Seite beschreibt der Film den Sinn in der Sinnsuche selbst und zeigt eine übertriebene Spiritualität (Sunday), die der Zuschauer im Rahmen dieses Films als Gewalt gegen die Vernunft auffassen muss. In beiden Fällen warnt er vor wachsender Kaltblütigkeit und dem damit verbundenen Verlust menschlicher Werte wie Güte und Vertrauen. Der Film gibt zu bedenken, dass man sich immer fragen sollte, wofür man seinen Erfolg eigentlich erarbeitet. Plainview selbst zieht seinen Antrieb aus der Verachtung anderen gegenüber, die ihn nur deshalb zum Erfolg zwingt, damit andere erfolglos bleiben. Ironie des Schicksals, dass ausgerechnet Plainview, der nur seinen Blutsverwandten vertrauen kann/will, ein Leben lang ohne Blutsverwandte auskommen muss.

There Will Be Blood ist zwanghaftes Glücksritterkino mit Charakterschwerpunkt auf Basis von Upton Sinclairs Roman "Oil!", das komplett um die Figur des Daniel Plainview aufgebaut ist. Die zu gradlinige Handlung bietet nur wenig Platz für Überraschungen, weshalb der Film weitestgehend ohne Spannung auskommen muss. Daniel Day-Lewis bestreitet die Rolle des rastlosen Ölmanns glaubwürdig und spielt den zwar kauzigen, aber zu unscheinbaren Paul Dano locker an die Wand - der im Vergleich dazu ausdrucksstarke Ciarán Hinds wurde hingegen in seiner kleinen Nebenrolle viel zu sparsam eingesetzt. Entgegen des Titels spart There Will Be Blood an Blut, was die Darstellung der Unglücke und ihre Tragik noch realitätsnäher macht. Das insgesamt eher schwächere Gesamtwerk wurde dennoch von der Academy of Motion Picture Arts and Sciences für 8 Oscars nominiert. Weitere Informationen sind auf der offiziellen Homepage des Films zu finden.

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